BIOLOGISCHE UMWELTREGENERATION
BIOLOGISCHE UMWELTREGENERATION
BELASTUNGEN WERDEN BIOLOGISCH UMGEWANDELT, GEBUNDEN UND AUS STOFFSTRÖMEN ENTFERNT
Biologische Systeme besitzen die Fähigkeit, unterschiedliche Umweltbelastungen gezielt zu verarbeiten. Mikroorganismen und andere funktionelle Biomasse können organische Stoffe enzymatisch oder metabolisch umwandeln und abbauen. Bei anorganischen Belastungen wie Metallen und Radionukliden greifen andere Mechanismen: Stoffe können an Biomasse gebunden, aufgenommen, immobilisiert oder in ihrer Mobilität verändert werden. Damit kann die Biomasse dazu beitragen, Belastungen aus Umweltmedien zurückzuhalten und diese aus ihrer weiteren Zirkulation in der Umwelt zu entfernen. Die wissenschaftliche Grundlage dafür ist breit untersucht. Harms, Schlosser und Wick (2011) fassten zahlreiche biologische Mechanismen der Bioremediation zusammen und zeigten, dass Mikroorganismen und insbesondere Pilze organische Umweltchemikalien über verschiedene enzymatische Prozesse transformieren und abbauen können. Für Metalle, Metalloide und Radionuklide stehen dagegen vor allem Bindung, Aufnahme, Immobilisierung und Veränderungen der Mobilität und Bioverfügbarkeit im Vordergrund. Die Forschung zeigt damit, dass biologische Systeme nicht nur Schadstoffe verändern, sondern ihre Verteilung innerhalb eines Umweltmediums gezielt beeinflussen können. Besonders deutlich wird dies bei Untersuchungen zur Biosorption. Arbeiten von Tsezos & Volesky, Ding et al. und Mousa et al. zeigen, dass verschiedene Biomassen Metallionen unter definierten Bedingungen in erheblichen Mengen binden können. Untersucht wurden unter anderem Uran, Thorium, Strontium und Cäsium. Entscheidend ist dabei der grundlegende Nachweis: Biomasse kann bestimmte anorganische Belastungen aus einem wässrigen Stoffstrom aufnehmen und an sich binden. Damit entsteht ein entscheidender Unterschied zwischen Umwandlung und Entfernung: Ein organischer Schadstoff kann biologisch verändert oder abgebaut werden; ein Metallion wird an Biomasse gebunden und dadurch aus dem ursprünglichen Wasser- oder Stoffstrom entfernt. Die gebundene Belastung kann anschließend in einer konzentrierteren Phase vorliegen und kontrolliert aus dem System entnommen werden. Aus einem großvolumigen, gering belasteten Strom kann so unter geeigneten Bedingungen ein deutlich kleinerer, stärker belasteter Stoffstrom entstehen. Genau hier setzt die Systementwicklung von uns an: Wir betrachten biologische Biomasse nicht nur als Organismus, der einen Schadstoff behandelt, sondern als aktive Komponente einer kontrollierten Stoffstromarchitektur. Unterschiedliche biologische Funktionen sollen gezielt eingesetzt werden, um Belastungen zu transformieren, zu binden, zu konzentrieren und anschließend kontrolliert aus dem jeweiligen Kreislauf zu entfernen. So entsteht die Grundlage für biologische Systeme, die nicht nur Belastungen reduzieren, sondern dazu beitragen können, unerwünschte Stoffe gezielt aus ihrer weiteren Zirkulation herauszuführen und Umweltkreisläufe zu regenerieren.
Biologische Systeme besitzen die Fähigkeit, unterschiedliche Umweltbelastungen gezielt zu verarbeiten. Mikroorganismen und andere funktionelle Biomasse können organische Stoffe enzymatisch oder metabolisch umwandeln und abbauen. Bei anorganischen Belastungen wie Metallen und Radionukliden greifen andere Mechanismen: Stoffe können an Biomasse gebunden, aufgenommen, immobilisiert oder in ihrer Mobilität verändert werden. Damit kann die Biomasse dazu beitragen, Belastungen aus Umweltmedien zurückzuhalten und diese aus ihrer weiteren Zirkulation in der Umwelt zu entfernen. Die wissenschaftliche Grundlage dafür ist breit untersucht. Harms, Schlosser und Wick (2011) fassten zahlreiche biologische Mechanismen der Bioremediation zusammen und zeigten, dass Mikroorganismen und insbesondere Pilze organische Umweltchemikalien über verschiedene enzymatische Prozesse transformieren und abbauen können. Für Metalle, Metalloide und Radionuklide stehen dagegen vor allem Bindung, Aufnahme, Immobilisierung und Veränderungen der Mobilität und Bioverfügbarkeit im Vordergrund. Die Forschung zeigt damit, dass biologische Systeme nicht nur Schadstoffe verändern, sondern ihre Verteilung innerhalb eines Umweltmediums gezielt beeinflussen können. Besonders deutlich wird dies bei Untersuchungen zur Biosorption. Arbeiten von Tsezos & Volesky, Ding et al. und Mousa et al. zeigen, dass verschiedene Biomassen Metallionen unter definierten Bedingungen in erheblichen Mengen binden können. Untersucht wurden unter anderem Uran, Thorium, Strontium und Cäsium. Entscheidend ist dabei der grundlegende Nachweis: Biomasse kann bestimmte anorganische Belastungen aus einem wässrigen Stoffstrom aufnehmen und an sich binden. Damit entsteht ein entscheidender Unterschied zwischen Umwandlung und Entfernung: Ein organischer Schadstoff kann biologisch verändert oder abgebaut werden; ein Metallion wird an Biomasse gebunden und dadurch aus dem ursprünglichen Wasser- oder Stoffstrom entfernt. Die gebundene Belastung kann anschließend in einer konzentrierteren Phase vorliegen und kontrolliert aus dem System entnommen werden. Aus einem großvolumigen, gering belasteten Strom kann so unter geeigneten Bedingungen ein deutlich kleinerer, stärker belasteter Stoffstrom entstehen. Genau hier setzt die Systementwicklung von uns an: Wir betrachten biologische Biomasse nicht nur als Organismus, der einen Schadstoff behandelt, sondern als aktive Komponente einer kontrollierten Stoffstromarchitektur. Unterschiedliche biologische Funktionen sollen gezielt eingesetzt werden, um Belastungen zu transformieren, zu binden, zu konzentrieren und anschließend kontrolliert aus dem jeweiligen Kreislauf zu entfernen. So entsteht die Grundlage für biologische Systeme, die nicht nur Belastungen reduzieren, sondern dazu beitragen können, unerwünschte Stoffe gezielt aus ihrer weiteren Zirkulation herauszuführen und Umweltkreisläufe zu regenerieren.